Magic cleaning - alles muss raus. Fast alles.

Magic cleaning - alles muss raus. Fast alles.

Nun aber das versprochene update und meine Fortschritte zu “Magic Cleaning“.

Ich möchte Ballast loswerden, denn ich möchte mich zukünftig auf für mich Wesentliches konzentrieren.
Und so vieles in meiner Wohnung und besonders in meinem Kleiderschrank hat keinen Bezug mehr zu mir. Blusen mit Stickerei, sowas hab ich mal getragen? Ja, aber jetzt bin ich puristischer unterwegs. Kunstleder-Minirock? Sah klasse aus… aber inzwischen ziehe ich fließende Stoffe vor. Berge von Tupperwaren? Weder habe ich 3 Kinder zu versorgen und muss Essensberge einfrieren, noch schmeckt mir Aufgetautes besonders gut. CD-Sammlung? Ich streame oder höre mp3s…. ok ein paar Lieblinge bleiben natürlich. Oh weh, wo fange ich an?


Ich versuche, mich an Marie Kondo´s Methode zu orientieren. Es dürfen nur Dinge bleiben, die mich glücklich machen.

Zunächst räume ich also meine Klamottenberge aus dem Schrank. Über 3 m hoch ist der Berg, die Abbildung zeigt nur einen Teil. Marie Kondo sagt dazu, es sei wichtig zu sehen, dass man dreimal mehr besitzt, als man benötigt.

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Was ich aber an Marie Kondo´s Methode am interessantesten finde ist, dass sie uns rät, jedes Teil mal in den Arm zu nehmen. Kuscheln, knuddeln, fühlen. Löst es etwas aus? Dann darf es bleiben. Fühle ich nichts? Dann wird es Zeit loszulassen. Bei manchen Teilen reicht schon der Anblick, um diese zu entsorgen. Keine Knuddelei mehr notwendig.

“Aber die Sachen sind doch noch gut”, denke ich. Ja, und ich werde sie ja auch auf Mädchenflohmarkt und auf einem noch zu definierenden Hamburger Flohmarkt verkaufen. Die Bewußtmachung über den Kleiderberg ist für mich nun aber wichtig, um in Zukunft Fehlkäufe zu vermeiden.

Andere Sachen muss ich anprobieren, bevor ich mich davon trenne. Da ich in diesem Leben mit keiner “Wurst-in-Pelle” Mottoparty mehr rechne, fliegen auch hier noch ein paar Sachen raus. (Nein, soviel mehr Sport und die nächste Diät werden mich da AUCH NICHT MEHR REINPASSEN LASSEN, im Leben nicht!).
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Jetzt schaut mal, mein Schrank! Endlich hab ich nicht mehr das Geühl, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen und ernsthaft zu meinen “ich habe nichts anzuziehen”. Ich habe nicht nach Farben sortiert, da ich morgens Wetter- und anlassbezogen entscheide. Wie warm ist es? Regnet es? Muss ich zu einem Kunden? Geht es abends weiter auf Piste?
Die Farbe ist bei mir da zweitrangig. Ich habe nach Kleidern, Blusen, Röcken und Blazern sortiert. Meine Hosen liegen unten. Im kleinen Sack ganz oben sind schon wegsortierte dünne Sommerkleidchen. Dahinter liegen Jobordner und Gedöns.

Oben liegen T-Shirts, Longsleeves, dicke und dünne Pullis getrennt. Unten in den Boxen sind meine Gürtel. Ganz links auf der Kleiderstange hängt “SKUBB“, dort ist meine Unterwäsche einsortiert. In der linken (geschlossenen) Schrankhälfte finden sich meine Mäntel, Kurzjacken, Sportsachen, Taschen und Schals (in einer Schublade).

Weiter geht es: Bücher… oh oh, ich mag Bücher. Aber wieviele davon werde ich ein zweites oder drittes Mal lesen? Daneben bin ich auch hier äußerst digital unterwegs und bevor ich einen Baum fälle, lade ich mir das Buch als eBook runter. Zack, Kiste -> Flohmarkt.

Küche: Oh my god! Ich bin wirklich nicht gerade eine Vorratskäuferin, sondern genieße lieber frisch worauf ich gerade Lust habe… aber wie kann es sein, dass da schon wieder abgelaufene Gewürze im Schrank stehen? Ok, das ist einfach, die muss ich auch nicht knuddeln. Was ist mir dem Geschirr, wie oft in meinem Leben hab ich mehr als 8 Leute zu Besuch und kann ich dann nicht einfach bei den Nachbarn klingeln, um ein paar Sachen auszuleihen? Es muss doch nicht immer alles 100% zusammenpassen, der Bohème-chic lässt uns ja auch hübsche zusammengewürftelte  Arrangements zaubern.

Auch im Bad ist alles luftiger. Seit ich mehr auf Nachhaltigkeit achte, bin ich eh immernoch am Aufbrauchen und es wird nur nachgekauft, was dringend fehlt und möglichst nicht in Plastik daherkommt bzw. in Nachfüllpacks oder recyceltem Plastik (z.B. LUSH,  Manna oder MAC).

Der Effekt

Sehe ich nun klarer? Nun. Ein wenig. Allein morgens beim Aussuchen der Kleider. in denen ich mich den ganzen Tag wohlfühle. Es gibt weniger zu entscheiden, weniger zu suchen, das allein schafft einen klaren Kopf.
Das gilt auch für die anderen Ecken. Endlich ärgere ich mich nicht mehr über die angeditschte Lieblingstasse (so schön das Design auch war).
bad bild Die Methode sieht vor in einem relativ kurzen Zeitraum (ein halbes Jahr) das eigenen Zuhause gründlich und in einer ganz bestimmten Reihenfolge auszumisten. Dem Gerümpel kurzen Prozess zu machen führt dazu, dass wir eine komplette Verwandlung unseres Heims erleben, die wiederum zu einer Transformation unserer Denkweise führt. So ist es möglich, von da ab an für immer ordentlich bleiben. buddha-und-dosen  japanerin   tisch

Noch bin ich nicht durch alle Ecken durch, aber auf einem guten Weg! Ich bin gespannt wie nachhaltig diese Methode ist!

Wie haltet ihr es? Radikal? Oder hortet ihr erst gar nicht? Oder müllt ihr suksessive aus?

6 Kommentare

  1. Ich finde deine Ausmist-Vorsätze und -Ansätze super! Normalerweise scheitere ich an diesem Thema leider kolossal. Was mir allerdings im letzten Jahr sehr geholfen hat:
    1. Umziehen! Da sind kistenweise Bücher und CDS ans “Kaufhaus mit Herz” gespendet worden oder an ReBuy gegangen. Gerade Sachbücher bringen da noch ganz gut Geld! Das Einscannen geht mit der App via Barcode zum Glück schnell.
    2. Gutes tun! Berge von Kleidung und Spielwaren haben wir der Flüchtlingshilfe gespendet. Wenn du dir vorstellst, dass sich jemand anderes darüber freut, fällt das Loslassen viel leichter (auch wenn es mir gerade bei den Mänteln schon ein bisschen weh tat).
    3. Der absolute Garant bei Kleidung und Schuhen: die Feuchter-Keller-Schimmel-Methode! Ich habe mich in den letzten Wochen unwiderruflich von 15 Paar Schuhen und einigen Taschen getrennt. Die wollte ich auch nicht mal mehr knuddeln, obwohl sie sehr flauschig waren. 😉

    1. Liebe Dani,
      ja, ich fühle mich auch viel “cleaner” schon! An Flüchtlinge habe ich auch sehr viel gegeben, als die Messehallen noch dazu aufgerufen haben. Bei ReBuy bekomme ich immer so wenig angezeigt für meine Bücher (meistens doch Krimis ;-)), dass ich diese lieber verschenke. Daneben gebe ich viel ans Leuchtfeuer, die ja ab und an a) aktiv bestimmte Dinge suchen (schau hier: http://www.hamburg-leuchtfeuer.de/foerdermoeglichkeit/sachspende) und b) gern Sachspenden über ihren eigenen Flohmarkt verkaufen und somit zu Geldspenden wandeln, super Sache. Auf den dritten Punkt verzichte ich allerdings sehr gern 🙂

  2. Die beste “Verhütungsmethode” von zuviel Kram ist eine kleine Wohnung 🙂 Ich muss sagen, Klamotten möchte ich gar nicht noch weiter ausmisten – weil ich es genieße, wenn ich nicht ständig die Waschmaschine anschmeißen muss, sondern es erst dann machen muss, wenn ich je Temperatur-/Farbtranche auch eine Maschine komplett voll bekomme. Ein wirklicher “Killer” sind da schon die diversen Boxen mit gefühlt einer Million Kabel … Da will ich bald wirklich mal ran.
    Stört mich allerdings alles nicht wirklich. Aber mir fällt beim lesen mal wieder auf, wie sehr mich die Unordnung im Büro nervt. Die vergammelten Pflanzen, die eingestaubten (gefühlt 1000) herumliegenden Ersatzteile, die Papierberge meiner Kollegen. Ich bin ein großer Verfechter der These, dass so gearbeitet wird wie es rundherum aussieht. Zugemüllter Schreibtisch = zugemüllter Kopf. Bis jetzt dachte ich, dass ich mich nur sehr begrenzt in die Ordnung meiner Kollegen einmischen darf. Jetzt werde ich es doch noch mal stärker thematisieren.

    1. Hallo Claudia, ja ich mache meine Trommel auch immer voll, bin aber eher unkritisch in der Farbselektion, wozu gibt es Dr. Beckmanns Farb- und Schmutzfangtücher 🙂 Oder wasche tendeziell mit niedrigeren Temperaturen, um alles Empfindliche noch mitzuwaschen, im Zweifel kommt ein Schuss Hygienereiniger hinzu.
      Unordnung im Office? Ich bin auch eher Verfechter von clean-desk-policy: klarer Tisch, klarer Kopf. Aber erst abends. Dazwischen gibt es bei mir viel Chaos. Es gibt schließlich Studien, die sagen, dass Chaos Kreativität fördert. Generell würde ich mich niemals (!!) in die Ordnung/Unordnung von KollegInnen einmischen, sofern es ihren Platz betrifft und sofern mich nicht schon irgendwas anspringt 😉 Jeder wie er meint.

      1. Hm … Auch wenn ich mich um den Dreck um mich herum nicht wohlfühle? Wenn ich denke, dass das Bild nach außen nicht gerade vorteilhaft ist? Aber genau wegen dieser Zweifel habe ich mich bisher auch zurückgehalten 😉

        1. Nun, ich fürchte andere fühlen sich wohl 😉 Du kannst dich über Fragetechniken ja mal ranrobben… “lenkt euch das nicht ab? Findet ihr alles wieder? Habt ihr noch Platz, einen frischen Kaffee abzustellen?” Gegen Dreck allerdings kann man schon mal was sagen, finde ich. Viel Erfolg!

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