Warum immer auf´s Ganze gehen? Ich probiere Intervallfasten.

Warum immer auf´s Ganze gehen? Ich probiere Intervallfasten.

Mein Thema in diesem Herbst ist immer noch das “Loslassen”.
Ballast abwerfen, auf der Suche nach “Wesentlichem”, mit dem Ziel, Veränderungen einzuleiten. Nachdem ich im Außen über die Magic Cleaning Methode schon eine ganze Menge in Ordnung gebracht habe, geht es jetzt an mein Inneres, denn das Außen und das Innen sind eng miteinander verbunden.

Der Lissabon-Trip war super! Aber die portugisische Küche… omnomnom: schwer und fettig.Ich muss gestehen, ich habe mich mit der Verträglichkeit schwer getan und fühle mich gerade ein wenig übersäuert. Naja, wir haben es uns auch gut gehen lassen und was wirklich köstlich ist, sind portugisische Rotweine, au weia, nur leicht sind nun auch nicht gerade. Ein ausführlicher Bericht kommt noch, ich muss meine zahlreichen Fotos erst mal sortieren.

Ein guter Schritt wäre nun sicher Heilfasten. Nur leider kann ich nicht fasten. Das ist einfach nichts für mich.
Letztes Jahr habe ich mich an Detox versucht. Am 2./3. Tag ging es mir schon so schlecht, dass ich es nicht ausgehalten habe: Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Ich war zu nix mehr in der Lage. Wahrscheinlich müsste man das aushalten und es wirklich in einer freien Woche machen. Eine Woche Urlaub dafür nehmen, um Wasser und Brühe zu trinken? Am besten sogar wegfahren…Und dafür noch Geld bezahlen? Ne ne… da hab ich andere Vorstellungen von Urlaub ;-). Aber es gibt ja Leute, die schwören drauf. Ich plane ja noch ein Interview mit einem Fasten-Fan (coming soon!). Ich Weichei habe jedenfalls abgebrochen.
Mir ist ja irgendwie nicht ganz klar, was mein Körper da eigentlich detoxed: ich bin äusserst wählerisch in meiner Ernährung und meiner Kosmetik. Kein Fastfood, kaum industriell verarbeitetes Essen, quasi keinen Zucker, viel Sport und Bewegung, ausreichend Schlaf, Kosmetik durchläuft den codecheck. Naja, Stress und auch das ein oder andere Glas Wein sind wohl meine Laster.

Was will er denn da detoxen so vehement? Vielleicht schlägt Detox deshalb so gut an, WEIL mein Körper funktioniert und die Botschaft annimmt? Wie dem auch sei: Heilfasten findet ohne mich statt.

Nun wurde ich aber hellhörig: Intervallfasten ist in aller Munde. Was ist das und was soll das bringen? Häufig wird die Methode in Verbindung mit Gewichtsverlust propagiert. Das halte ich für zu einseitig. Ich habe ja mal ein halbes Jahr in einer Ayurvedaklinik auf Sri Lanka gearbeitet (Lotus Villa) und weiß, dass Esspausen den Körper extrem entlasten.
Der hat nämlich gut zu tun, wenn er ständig was kriegt (und nicht mal weiß, was. Selbst wenn man einen Bonbon mümmelt, denkt der Körper ja “Hurrrra! Futter!” und macht alles bereit zur Nahrungsaufnahme. Wenn dann aber nur ein einziger blöder Keks am Nachmittag kommt, der noch nicht mal was zu bieten hat, fühlt er sich schnell mal verarscht, reagiert eingeschnappt und denkt sich “sieh doch zu wie du das Abendessen verdaut bekommst”). Man bringt also alles durcheinander. Nicht umsonst sollte man die an drei Mahlzeiten pro Tag orientieren und dazwischen nix essen – die Entlastung beginnt ab 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten, zusätzlich 10 Stunden über Nacht.

Beim Intervallfasten gibt es verschiedene Ansätze. Z.B. die 5:2 Methode: hier isst man 5 Tage normal und fastet 2 Tage (auch nix für mich).
Ein anderer Ansatz ist, 16 Std. fasten und 8 Std. futtern: ja, das klingt gut! Das würde bedeuten, dass ich um 19 oder 20h abends nochmal was esse und dann wieder um 12h mittags. Hhhhhmmm ich ohne Frühstück? Oh wei! Ich bin doch ein Frühstückmensch! Aber auf´s Abendessen zu verzichten, kommt für mich noch weniger in Frage. Und ohne mittag… hm krieg ich da überhaupt 16h Pause zwischen Frühstück und Abendbrot? Wohl nicht. Also: ab sofort kein Frühstück mehr. Erst mal an 4 Tagen in der Woche.
Ich berichte natürlich, was es bringt. So in vier Wochen denke ich, ihr könnt mir auf Facebook folgen, dann bekommt ihr das update mit. Da ich mich nicht wiege, werde ich über Kiloverluste wohl eher nicht berichten können 😉 Aber angeblich purzeln bei diese Methode ja die Pfunde.

Viel interessanter ist für mich aber, was das mit meinem Körper und meinem Geist macht!

Was macht ihr so, fastet ihr? Schon mal ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen?

 

2 Kommentare

  1. Ich habe schon mal gefastet. Eine ganze Woche lang. Und dabei ging es mir nicht um das Gewicht oder die “Entgiftung” (immer wieder hört und liest man, ein Körper muss nicht entgiften, das machen die Nieren), sondern um die Selbstkontrolle. Weil ich ja eigentlich immer an Essen denke. Ich war erstaunt, wie einfach es geht. Hunger hatte ich eigentlich gar nicht, aber natürlich jede Menge Gelüste und regelrecht Halluzinationen. Und mein Geruchssinn war hyper sensibel.
    Deshalb glaube ich, das Fasten jeder Art vor allem gut für das Bewusstsein ist: Was bedeutet Essen? Was esse ich da eigentlich? Wann und wie esse ich?
    Bei mir ist es Jahre her und ich habe es nie wieder hinbekommen.
    Da ich aber am Wochenende vor 12 Uhr außer Kaffee oft eh nichts zu mir nehme, ist das dann schon Intervallfasten? 😉
    Auf alle Fälle finde ich es super, dass du dich immer an solche Experimente wagst und bin schon ganz gespannt auf deine Erkenntnisse!!

    1. Hallo Claudia, ich denke auch, dass die Erfahrung für den Geist interessanter ist als für den Körper. Die Niere ist ein Ausscheidungsorgan von vielen, die Leber turnt ja noch wesentlich mit sowie sämtliche Schleimhäute und überhaupt die Haut. Eine Entlastung ist sicher hin und wieder sinnvoll. Ich fange ächste Woche an und bin schon gespannt – vielleicht hole ich zur Feier des Tages doch mal meine Waage unter dem Bett hervor 😉

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