Wie eine buddhistische Nonne ihrer Berufung folgt.

Wie eine buddhistische Nonne ihrer Berufung folgt.

Karin Valham im Jahre 1970.

„In den nächsten Tagen erkundete ich die Umgebung und ging zur Post. Zur Post zu gehen, nahm damals immer viel Zeit in Anspruch. Auf dem Weg von der Post zur Freak Street, kamen wir an einem Fotoladen vorbei. Der Besitzer schien alles zu wissen, was in der Stadt vor sich ging und war sehr gesprächig. An der Wand des Ladens hing ein großes Schwarz-Weiß-Foto des Thangka-Gemäldes mit Shakyamuni-Buddha. Wie ich bereits erwähnte, war ich auf meiner langen Reise sehr an Buddha-Bildern sehr interessiert. Ich fühlte mich zu ihnen hingezogen und war immer glücklich, den perfekten Körper und das halbe Lächeln zu sehen, das eine innere Weisheit jenseits dieser Welt zu offenbaren schien. Zuvor war ich dreimal nach Borobodur in Java gefahren.

Ich konnte nicht genug davon bekommen, einfach in Anwesenheit der Buddha-Bilder dort zu sein und die Schnitzereien des gesamten Pfades zur Erleuchtung an den umgebenden Tempelwänden zu sehen, obwohl ich diesen nicht verstand.

Ich hatte den Wunsch in meinem Hinterkopf zu meditieren, seit ich das Wat U Mong besucht hatte

Ich fragte den befreundeten Besitzer im Fotoladen, wo dieses Foto gemacht wurde und er sagte mir, es sei “vom Kloster Kopan“ draußen, vor Boudhanath und, nebenbei gesagt, dort beginnt gerade ein Meditationskurs; vielleicht solltest du dorthin gehen.”

Ich hatte den Wunsch zu meditieren in meinem Hinterkopf, seit ich das Wat U Mong besucht hatte, ein bekanntes Kloster in Chang Mai in Nordthailand. Es war ein schönes Kloster mit vielen kleinen Gebäuden und sogar einem künstlichen See mit Schwänen. Ein Teil davon wurde noch gebaut. Ich erinnere mich besonders an ein Gebäude voller Malereien an den Wänden von Mönchen, die im Kloster Zuflucht gesucht hatten. Eine war von einem Mann, der in der Löwenhaltung des Buddha lag, aber das Innere seines Körpers stellte Wünsche und Begierden dar, die überflüssig erschienen. In seinem Kopf konnte man Alkoholflaschen sehen, man sah ihn Karten spielen und rauchen. In seinem Herzen war eine schöne Frau in einer traumhaften Landschaft. Im unteren Teil seines Körpers war ein ausgebranntes Schlachtfeld mit Baumstümpfen und brennenden Feuern. Es hat mich berührt. Ich dachte bei mir, dass der Meditierende sehr ehrlich war, was den Zustand seines „inneren Mülls“ angeht.

Zurück ins Jahr 2018, ich wimmere zwar immer noch vor Verspannungen, aber die „guten“ Phasen innerhalb der Meditation werden länger, ich fokussiere, ich schlafe inzwischen wirklich gut. Heute ist der achte Tag.

Die Teachings und die Meditationen gehen in meine Träume über, mein Unterbewusstsein fängt an damit zu arbeiten. Ich bin beeindruckt, nach so wenig Tagen! Ich werde großzügiger, im Denken, in meinen Worten und Gesten anderen gegenüber. Ein bisschen.

Nächste Woche: Wie wir uns in unseren eigenen Tod meditiert haben und was diese Erfahrung mit mir gemacht hat. Folgt mir auf Facebook und Instagram und verpasst keinen Blogpost!

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